Wanderroute zum Osmanischen Erbe und UNESCO-Komplexen von Bursa
Schritt-für-Schritt-Kulturführer zu den fünf großen Sultanskomplexen, dem historischen Basarviertel und dem UNESCO-Dorf Cumalıkızık.

Bursas UNESCO-Welterbe und das osmanische Külliye-Stiftungssystem
2014 wurde Bursa als Geburtsstätte des Osmanischen Reiches in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Jeder osmanische Sultan errichtete auf markanten Hügeln eine monumentale 'Külliye' (sozial-religiöser Stiftungskomplex), die aus einer Moschee, Medresen, Suppenküchen, Krankenhäusern und Königsgräbern bestand. Hier ist die ultimative Route:
1. Station: Hanlar-Viertel und Orhan-Gazi-Komplex (1339)
Das erste öffentliche Zentrum außerhalb der Zitadelle mit der Orhan-Moschee im umgekehrten T-Grundriss und dem Emir Han, dem Zentrum des Seidenhandels.
2. Station: Hüdavendigar-Komplex in Çekirge (1385)
Ein architektonisches Unikat: Im Erdgeschoss befindet sich die Moschee, im Obergeschoss eine theologische Hochschule mit 16 Studierzellen unter einem Steindach.
3. Station: Yıldırım-Komplex (1399)
Von Sultan Bayezid I. erbaut, beherbergt er das erste Universitätsklinikum (Darüşşifa) des Osmanischen Reiches und das erste eigenständige Sultansmausoleum.
4. Station: Grüner Komplex (Yeşil Külliye - 1419)
Das Meisterwerk frühosmanischer Fliesenkunst von Sultan Mehmed I. mit schillernden Türkis- und Smaragdfayencen aus Iznik.
5. Station: Muradiye-Komplex (1426)
Die letzte kaiserliche Külliye in Bursa mit 12 historischen Mausoleen von Sultan Murad II., Prinz Mustafa und Prinz Cem inmitten uralter Platanengärten.
6. Station: UNESCO-Dorf Cumalıkızık
Ein lebendiges, 700 Jahre altes osmanisches Dorf mit kopfsteingepflasterten Gassen und bunten Lehm- und Holzhäusern.



